Sonntag, 9. August 2015

Mein Arbeitsplatz: Näh- und Strickbereich

Zwei Handarbeitshobbys, das bedeutet auch: Doppelte Materialvorräte, Nähmaschine plus Stricknadeln, Zuschneidematte und vieel Wolle. Wir schweigen uns an dieser Stelle über die Details aus, ihr wisst sicher, wovon ich rede. Vor kurzem haben wir das Babymädchen in ihr eigenes Reich, das vormalige Arbeitszimmer, ziehen lassen. Das bedeutete vor allem, dass meine ganzen kleinen und großen Schätzchen ein neues Zuhause brauchten. Der Mann verstand und ein Familienausflug zum gelb-blauen Möbelhaus wurde spontan anberaumt. Nun also habe ich in unserem Ankleideraum eine komplettes Regalelement für Stoffe, Garne und was mein Herz sonst noch höher schlagen lässt ;).
Hier ein kleiner Einblick, der vielleicht auch einige gute Aufbewahrungsideen für euch bereithält. Mir war Terence Conrans Klassiker Stauraum eine große Hilfe, was die Anordnung der Dinge und Gedanken zur Ergonomie anbelangt. Eine Herausforderung ist es dann aber immer noch, alles gut erreichbar zu haben und dennoch unzugänglich für kleine Babyhändchen. 
 
Der Nähplatz ist ausgestattet mit einer lichtstarken Lampe, einem weiteren Moppe-Schränkchen für häufig genutztes Zubehör: Rollschneider und Schere, Stecknadeln, Sicherheitsnadeln, Kreide usw. Ein Fach nutze ich als Tischmüll für Fasern, Stoffreste, Fädchen. Ich bin Linkshänder, deswegen sind Licht und Schrank so angeordnet, dass ich ohne Schatten arbeiten kann und mit der linken Hand an die Schübe komme.
 
Zur Erhaltung der Selbstdisziplin gibt es eine nicht zu hohe Plastikwanne, in der sich aktuelle Nähprojekte sammeln: Es passen maximal zwei hinein, das sagt alles, oder? Genauso habe ich einen Flickkorb mit Deckel angelegt - Deckel nicht mehr zu schließen = akuter Handlungsbedarf. Im zwar wunderschönen, aber mittlerweile viel zu kleinen Nähkästchen findet sich nun nur noch mein Vorrat an Garn und Unterfadenspulen, sortiert nach Farbgruppen.
Hinterm Schreibtisch ist noch eine Steckdose für das Bügeleisen freigehalten sowie die Schneidematte versteckt. So kann ich direkt am bodentiefen Fenster bügeln und schneiden.
 
In einem hohen Ivar-Element finden sich oben alle möglichen Nähzutaten: Stoffe nach Webware und dehnbaren Stoffen, Recycling und Meterware getrennt und! beschriftet. Ein Moppe-Schränkchen für Zubehör wie Reißverschlüsse, Flickstoffe usw. In einer kleinen Box sammle ich Stoffreste für Applikationen usw.
 
Im unteren Teil habe ich schubladenweise meine Wolle untergebracht. Oben das Zubehör wie Nadelspiele, Reihenzähler, Maßbänder usw. Unten dann die Garne sortiert nach Faser und vorhandener Menge. Ganz wichtig: mit Mottenschutz.
Und jetzt laden mich meine Vorräte direkt zum Werkeln ein, Ideen werden geboren, neue Kleidungsstücke entstehen - ich bin dann mal an der Nähmaschine!
Wo und wie habt ihren euren Arbeitsplatz fürs Nähen oder Stricken eingerichtet? Fühlt ihr euch wohl?
 

 

Kommentare:

  1. Ein sehr schönes, helles Plätzchen hast du dir da eingerichtet.
    Mein Näh-/ Arbeitszimmer wurde gerade auch zum Kinderzimmer umfunktioniert, d.h. Nähmaschine & Co. mussten ausziehen. Noch ist alles in einem anderen Raum etwas provisorisch gestapelt, es fehlt Platz für den Stoffzuschnitt, Stauraum in Regalen oder Kommoden... zufrieden bin ich daher noch nicht. Aber mit der Zeit wird sich auch das ergeben.
    Viel Spaß beim Kreativsein am neuen Arbeitsplatz!

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    1. Man braucht ja auch immer erstmal ein wenig Zeit, um sich über die neuen Bedürfnisse Gedanken zu machen. Viel Spaß beim Um- und Einräumen!
      Linnea

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  2. Wie praktisch :-) Ich habe keinen Arbeitsplatz fürs Nähen, sondern muss erst alles aus dem Schrank holen und auf den Wohnzimmertisch ziehen. Vermutlich einer der Gründe, warum ich fast nie irgendetwas mache.
    Liebe Grüße
    Carola

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    1. Das war bei mir anfangs auch so und ich bei ein ziemlicher Fauli - zu diesen Zeiten habe ich eigentlich nie genäht und man kann eben auch keine kleinen Pausen mal zum Nähen benutzen, wenn immer erst alles hervorgeholt werden muss. So bin ich glücklicher ;)

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  3. Einen wirklich schönen Platz hast Du DIr da eingerichtet. Ich nähe bis jetzt auch immer auf unserem Esstisch und muss vorher immer alles aufbauen. Ende nächsten Monats ziehen wir aber endlich um und ich bekomme auch meine eigene "Nähecke" worauf ich mich sehr freue! Du hast mir einige gute Ideen geliefert! Danke auch für den Tip mit Terence Conran, den werde ich mir vor dem Einrichten sicher nochmal genauer zu Gemüte führen...
    LG und viel Spaß beim Handarbeiten, Christiane

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